08.04.2010 StrahlenbehandlungZiel der Bestrahlung nach erfolgreicher Operation ist es, kleinste Tumorreste, befallene Lymphknoten oder winzige Krebszellabsiedelungen zu entfernen, die allein durch Operation nicht zu beseitigen sind.
Wie wirkt Bestrahlung?
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Von der Diagnose bis zur Nachsorge
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6. Nach der Operation
Adjuvante Therapien, also Behandlungen, die an die operative Tumorentfernung. Mehr >>
Unter einer Strahlentherapie verstehen Mediziner das Bestrahlen des Gewebes mit ionisierenden Strahlen. Die Wirkung beruht darauf, dass die Strahlen Zellen schädigen, vor allem ihre Zellkerne. Im Gegensatz zu gesunden Zellen sind Tumorzellen nicht oder nur sehr eingeschränkt in der Lage, die Schäden zu reparieren.
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Bei der Bestrahlung sollen gesunde Zellen genug Zeit haben, die Schäden zu reparieren, während Tumorzellen absterben. Die Strahlentherapie ist somit eine sehr zielgenaue Therapie, die in ihrer Wirkung z. B. nur auf die Brust beschränkt bleiben kann und nahe gelegenes Gewebe schont.
Wann wendet man Strahlentherapie an?Die Strahlentherapie wird heute vor allem unterstützend zur operativen Therapie angewandt, sie kann auch zur Linderung von Schmerzen genutzt werden, z. B. bei Knochenmetastasen. Die Bestrahlung kommt besonders zum Einsatz:- nach einer brusterhaltenden Operation
- wenn der Tumor durch eine Operation nicht vollständig entfernt werden kann
- bei bestimmten Metastasen, z. B. in Gehirn oder Knochen
- im Bereich der Lymphabflusswege der Achselhöhle ober- und unterhalb des Schlüsselbeins, wenn dort Metastasen nachgewiesen werden
Wie läuft die Strahlentherapie ab? In der Regel wird frühestens drei Wochen nach der Operation mit der Strahlentherapie begonnen, wenn die Operationswunde bereits verheilt ist und es der Allgemeinzustand der Patientin zulässt. Die Strahlenbehandlung soll zu diesem Zeitpunkt ein Wiederauftreten des Tumors an derselben Stelle verhindern.
Normalerweise wird über einen Zeitraum von sechs Wochen bestrahlt, und zwar täglich außer an Wochenenden und an Feiertagen für jeweils wenige Sekunden bis Minuten. Die Bestrahlung ist meist ambulant möglich. Sind sowohl Strahlen- als auch Chemotherapie geplant, ist die so genannte Sandwich-Therapie sinnvoll: Man beginnt mit der medikamentösen Therapie, bestrahlt danach und wendet am Ende noch einmal Medikamente an. Die zeitgleich durchgeführte Strahlen- und Chemotherapie wird nicht empfohlen, eine gleichzeitige Einnahme von so genannten Anthrazyklinen sollte vermieden werden.
Die Bestrahlung wird für jede einzelne Betroffene mit Hilfe einer Computertomografie geplant. Ein Computer errechnet die notwendige Gesamtdosis der Bestrahlung (zwischen 45 und 55 Gray), die Verteilung der Dosis auf verschiedene Tage und die genaue Lenkung der Strahlen. Besonders bei großen Brüsten wählt der Arzt eine geringere Tagesdosis. Dafür muss die Patientin ein paar Tage länger zur Bestrahlung kommen.
Nebenwirkungen einer BestrahlungDie Strahlenbehandlung wird meist gut vertragen. Häufiger kann es im bestrahlten Gebiet zu Problemen mit der Haut kommen, selten sind Lungenentzündung oder Herzschäden. Folge einer Bestrahlung der Achsellymphknoten kann eine Schädigung von Nerven und Lymphbahnen im betroffenen Arm sein. Ebenfalls können Müdigkeit, Kopfschmerzen, eine Abwehrschwäche und Depressionen auftreten.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Beschwerden im Rahmen der Strahlenbehandlung. Zum Trost: Nebenwirkungen gehen in der Regel drei Monate nach dem Ende der Strahlentherapie zurück.
So vermeiden Sie mögliche Hautschädigungen weiter >>
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